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Text: Martina Berg - Fotos bei PhotoLokal.de

Die Hundsrose und ihre gesunden Früchte, die Hagebutten

Gerade jetzt im Herbst, wenn die Tage kürzer werden und auch meist sehr dunkel, nass und trübe sind, fallen sie uns bei einem Spaziergang ganz besonders ins Auge: die leuchtend roten Hagebutten. In meist dicken Trauben schmücken sie die jetzt nur noch dünn belaubten, dornigen Zweige der Hundsrose.

Hagebutten nennt man die Früchte verschiedener Rosenarten, insbesondere der Hundsrose (Rosa canina). Sie ist die bei uns am häufigsten vorkommende wildwachsende Rosenart. Ihr Name hat übrigens nichts mit Hunden zu tun, sondern bedeutet soviel wie „hundsgemein“: man kann sie eben nahezu überall finden.

Im Frühsommer (im Juni und Juli) erfreuen uns die buschigen, bis zu drei Meter hohen Sträucher mit vielen Blüten. Sie sind meist blassrosa, seltener weiß oder pink. Einen auffälligen Geruch verbreiten sie nicht. Übrigens sind sie als Zimmerblumen nicht sonderlich geeignet: die Blütenblätter der einzelnen Blüte fallen schon am Strauch nach recht kurzer Zeit ab, in der Vase überleben sie häufig nicht einmal einen Tag. Also am besten nicht abpflücken sondern draußen geniessen.

Die im Herbst zu sehenden orangeroten Früchte haben es wirklich in sich: zum einen läßt sich aus ihnen ein hervorragendes Juckpulver herstellen und zum anderen schmecken sie einfach gut und sind zudem auch noch gesund. Auch für unsere einheimischen, nicht ziehenden Vögeln sind Hagebutten im Herbst und Winter eine willkommene Nahrung.

Gesunde Vitamin-Bomben

Hagebutten sind wahre Vitamin-C-Bomben und enthalten auch die Vitamine A, B1 und B2. Was diese Früchte besonders wertvoll macht: auch wenn sie gekocht werden, verringert sich ihr Vitamin-C-Gehalt kaum. Nur durch lange Lagerung geht Vitamin C verloren. Länger als ein Jahr sollte man daher keine unverarbeiteten Hagebutten lagern (ist ja auch nicht nötig – dann sorgt Mutter Natur ja schon wieder für Nachschub).

Die Hagebutte ist eine Sammelfrucht, die viele kleine Nüsschen enthält. Für viele Rezepte werden nur die Schalen verwendet, man entfernt also vor der Verarbeitung die weißen Nüsschen (die Kerne).

Als Heilmittel bei Blasen- und Nierenerkrankungen werden aber auch die Kerne verwendet:

Stellen Sie aus den Hagebutten-Kernen durch Zermahlen ein Pulver her. Von diesem Pulver rühren Sie zwei Gramm in einen Vierttelliter Wasser und kochen das ganze auf, bis noch etwa die Hälfte übrig ist. Diesen Aufguß nehmen Sie über den Tag verteilt zu sich. Achtung: dieses Heilmittel ist sehr stark harntreibend und sollte nicht ohne ärztlichen Rat eingenommen werden.

Hagebutten-Tee

Der Hagebutten-Tee wird aus den getrockneten Schalen hergestellt, ist vitaminreich und lecker:

Für einen Aufguß nimmt man getrocknete und zerkleinerte Hagebuttenschalen. Übergießen Sie ein bis zwei Teelöffel davon mit einem Viertelliter kochendem Wasser und lassen Sie den Tee etwa 10 Minuten ziehen. Wundern Sie sich nicht, wenn der selbstgemachte Außguß nicht so intensiv rot wird, wie Sie es vielleicht von fertig gekauftem Hagebuttentee gewohnt sind. Um die Rotfärbung zu erreichen, wird diesen Tees Malve, besonders Hibiskus, als stark färbende Komponente zugesetzt.

Eine Spezialität aus Großmutters Küche ist der Hagebuttenwein:

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Dazu brauchen Sie 3 Kilo Hagebutten, zwei Kilo Zucker und vier Liter abgekochtes Wasser. Aus dem Zucker und dem Wasser bereiten Sie eine Zuckerlösung, die Sie über die entstielten und halbierten Hagebutten gießen. Verschließen Sie das Gefäß (am besten eignet sich ein Glasballon) mit einem luftdurchlässigen Leinentuch und überlasen Sie es an einer warmen Stelle der Gärung. Sobald dieser Vorgang abgeschlossen ist (das dauert 3 bis 4 Monate). Dann ist der Wein klar und die Feststoffe befinden sich als Bodensatz im Glasballon. Jetzt können Sie ihn ganz nach Geschmack noch nachsüßen und in ausgekochte Flaschen umfüllen. Flaschen gut verkorken und am besten im kühlen Keller lagern.

Juckpulver-Herstellung

So, und zum Schluß noch ein Rezept für die Herstellung von Juckpulver aus Hagebutten:

Benötigt werden für den hinterhältigen Wirkstoff nur drei einfache Dinge: reife Hagebutten, ein Teelöffel und ein scharfes Messer.

Hagebutten mit dem Messer vorsichtig halbieren und mit dem Löffel die kleinen herausholen. Die kleinen Nüsschen sind mit einer Vielzahl von widerhakenbestückten und feinen Härchen bedeckt. Diese Härchen lösen den Juckreiz aus wenn sie mit menschlicher Haut in Berührung kommen. Steckt man nun einige dieser Nüsschen dem Streichopfer in den Kragen, dann rieseln sie langsam am Rücken herunter. Dabei streichen die feinen Härchen über die Haut und verursachen so einen Juckreiz.

Doch Vorsicht: Die Berührung kann auch Schmerzen oder Allergien hervorrufen. Nicht jeder verträgt Hagebutten!

Martina Berg

Oktober 2012

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